Exkursion der 4C zum Therapie- und Forschungszentrum „MedAustron“
Am 23. Jänner machte sich die 4C auf nach Wiener Neustadt, um das Krebstherapie- und Forschungszentrum „MedAustron“ zu besuchen, das 2016 in Betrieb genommen wurde. In dieser Anlange, wie sie in dieser Form derzeit weltweit nur 6mal existiert und ein Abkömmling des weltweit größten Teilchenbeschleunigers am CERN in Genf ist, werden Wasserstoff- und Kohlenstoffkerne in einem Teilchenbeschleuniger fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und mit diesen Krebspatienten bestrahlt. Im Vergleich zu herkömmlichen Bestrahlungsmethoden mit Röntgen- oder Gammastrahlen hat diese Methode den wesentlichen Vorteil, dass die Teilchen ihre Wirkung vor allem erst an den Tumorzellen entfalten und weniger im gesunden Gewebe am Weg davor (siehe Abbildung). Deswegen ist diese Therapie besonders bei Tumoren im Gehirn oder in anderen sensiblen Regionen vorteilhaft. Um die Teilchen auf 200.000km/s zu beschleunigen, werden sie in einer Vakuumröhre mit einer Länge von 400m von circa 300 Elektromagneten auf der Bahn gehalten und wurden 200km Kabel verbaut. An einem therapiefreien Wartungstag hatte die 4C das große Glück, die gesamte imposante Anlage von der Quelle der Teilchen über die Beschleuniger bis zu den Behandlungszimmern bestaunen zu können. Vielen Dank an Herrn Prof. Stock und das Team von MedAustron für die Möglichkeit, die ausgezeichnete Führung mit allen Erklärungen, und den spannenden Vormittag!